Lioba Happel, PULS, Gedichte

Lioba Happel
PULS
100 Gedichte

Fadengeheftete Klappenbroschur, 168 Seiten, 17.6 x 13.2 cm
Mit einer Nachbemerkung von Ernest Wichner
Umschlaggestaltung: Beatrice Maritz
ISBN 978-3-906061-39-9
28 Franken, 19 Euro
September 2017
Leseprobe

Die Autorin
Lioba Happel

PULS von Lioba Happel, das ist eine Auswahl von hundert Gedichten aus fünf Gedichtbänden – vier davon sind im Lauf der vergangenen 30 Jahre erschienen, einer ist erst geplant. Lioba Happel und Ernest Wichner – der auch eine Nachbemerkung beisteuerte – stellten den Band gemeinsam zusammen. Ob er genau einhundert Gedichte enthält, darüber lässt sich streiten. Wir können so oft zählen, wie wir wollen: das Resultat ist nie dasselbe. Diese arithmetische Unschärfe tut seiner Schönheit keinen Abbruch, im Gegenteil.
»Ein Gedicht, mein Herr
ist eine Scheußlichkeit
Es hat sich der Schönheit verpflichtet«
So schrieb es Lioba Happel in einem ihrer frühen Gedichte – und nahm damit vorweg, was Peter von Matt Jahre später in seinem Buch Die verdächtige Pracht feststellte: »Man zögert, die Sache einfach so hinzuschreiben. Es muss aber doch geschehen. Das Gedicht will schön sein. Das ist seine Peinlichkeit, sein Skandal, ist der Dorn im Auge des herrschenden Kunstbegriffs.« Es ist, als habe er, als er das schrieb, Lioba Happels Verse im Ohr gehabt:
»Ein Gedicht, mein Herr …«

»Es ist schon erstaunlich, wie konsistent sich vom ersten Gedichtband der dreißigjährigen Dichterin bis hin zu dieser Auswahl ihrer hundert besten oder präferierten Gedichte die Poetik der Lioba Happel erhalten hat. Wie durch die unterschiedlichen poetischen Verfahrensweisen, Stimmungen und Temperaturen sich unverkennbar ein Personalstil dieser Dichterin herausgebildet hat, der sie so prägnant wie verspielt und darin zugleich unverwechselbar erscheinen und wirken lässt.«
Ernest Wichner in »PULS. 100 Gedichte«

»Postromantisch-ironisches Spiel verbindet sich in ihren formsicheren Liebes- und Naturgedichten auf eigensinnige und anmutige Weise mit expressionistischem Pathos.«
Heinrich Detering in »Reclams großes Buch der deutschen Gedichte« (2007)

»Immer wieder scheint die Frage im Raum zu stehen: Wie kann man die Welt noch durch das Okular der Verse betrachten.«
Timo Brandt in »Signaturen, Forum für autonome Poesie«
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»Wer in Lioba Happels Gedichtband PULS liest, wird anfangs verstört reagieren, dann fasziniert, um schließlich begeistert festzustellen: Hier spricht eine ganz eigene Stimme. Es ist bewundernswert, mit welcher Leichtigkeit diese Dichterin assoziationsreiche Bilder aufs Papier tuscht, und mit welcher Sorgfalt sie ihre sinnlich unterminierten Gebilde wieder zerstreut und ins Offene entlässt.«
Programmheft der Solothurner Literaturtage 2018

 


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